Die Praxis der Achtsamkeit.


Die Praxis der Achtsamkeit und ihre Bedeutung im Mindful Parenting

"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen."         - Jon Kabat-Zinn -


Achtsamkeit – eine besondere Form von Aufmerksamkeit.


Der Praxis der Achtsamkeit liegt ein klarer Bewusstseinszustand zugrunde, der es erlaubt, Erfahrungen im gegenwärtigen Moment, also im Hier und Jetzt vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen. Mit zunehmender Achtsamkeit reduzieren sich gewohnheitsmäßige, automatische und unbewusste Reaktionen auf das gegenwärtige Erleben, was zu einem hohen Maß an selbstbewusstem, situationsadäquatem und authentischem Handeln führt und der nachhaltigen Stressbewältigung dient.


Welche Wirkung hat die Praxis der Achtsamkeit?


Wer achtsam lebt, kommt zu der Einsicht, dass das eigene Empfinden von Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Die Entwicklung eines klaren, stabilen Geistes erlaubt ihm, auch in schwierigen Lebenssituationen mit der Kraft seiner inneren Ressourcen verbunden zu bleiben.


Die Wirkungen im Einzelnen.


  • Du bekommst ein klareres Verständnis bezüglich deiner selbst und hinsichtlich deines eigenen Lebens.
  • Du findest Zugang zu deinen inneren Ressourcen und bist zunehmend in der Lage, selbstgesteckte Grenzen zu erweitern.
  • Dein Geist erfährt Beruhigung und Stabilisierung: Du wirst nicht mehr von Gedankenschleifen „aufgefressen“.
  • Du fühlst dich psychisch-emotionalen Belastungen, Stress-Situationen und widrigen Lebensumständen besser gewachsen.
  • Du entwickelst eine Impulskontrolle: Du bist nicht mehr so oft aufbrausend oder wütend, lethargisch oder euphorisch. Du wirst ausgeglichener.
  • Du erwirbst eine höhere Konzentration- und Leistungsfähigkeit.
  • Du wirst mit dir selbst geduldiger und akzeptierst dich besser.
  • Du lenkst negative Emotionen in sinnvolle Kanäle.
  • Du bist weniger ängstlich und seltener deprimiert.
  • Du lernst, selbstbestimmter und selbstbewusster zu handeln.
  • Du lernst, freundlich aber bestimmt Grenzen zu setzen.
  • Du entwickelst mehr Zuversicht, Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude und behältst diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände.

Woher stammt eigentlich die Praxis der Achtsamkeit?


Die Achtsamkeitspraxis hat ihre Wurzeln in der zweieinhalbtausend Jahre alten „Satipatthana-Sutra“ der buddhistischen Lehren. Der amerikanische Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn erkannte den Wert der darin enthaltenen Meditationen für unser Leben im 21. Jahrhundert und entwickelte 1979 aus diesen Übungen ein systematisches medizinisches Programm zur Stressbewältigung, das unter dem Namen MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit) bekannt ist. Weltweit unterstützen immer mehr Menschen mittels dieser Praxis eine umfassende, gesunde Lebensführung.


Sind die Wirkungen der Achtsamkeitspraxis wissenschaftlich fundiert?


An der Universität Massachusetts wurde die Praxis der Achtsamkeit in den vergangenen 30 Jahren umfassend wissenschaftlich erforscht. Inzwischen gibt es darüber hinaus zahlreiche Studien, die die mentale Wirksamkeit der Achtsamkeitspraxis belegen.


Eignet sich die Achtsamkeitspraxis für mich?


Gelernte Denkmuster und Verhaltensweisen sowie Glaubenssätze, die sich über Jahrzehnte verfestigt haben, sind nicht von heute auf morgen zu verändern. Jedoch lassen sie sich im Coaching wie auch im Training nach und nach verändern. Neue, positive Sichtweisen treten zunehmend in den Vordergrund, eigene (unkonventionelle) Entscheidungen werden möglich. Wichtig ist jedoch, die neue Denkweise im Austausch zu "festigen" (zu trainieren), damit sie im Alltag nicht wieder verlorengeht. Dafür eigenen sich z.B. das achtsamkeits-basierte CoachingGesprächskreise oder auch dieverschiedenen achtsamkeitsbasierten Seminare und Workshops für Erwachsene sowie Kinder & Jugendliche.