FeinSinn – die besonderen Bedürfnisse hochsensibler Menschen.


15 bis 20 % aller Menschen sind HSP (High-Sensitive-Persons), wenn man der Statistik glaubt. Das sind immerhin 2 von 10 und damit eine ganze Menge Menschen... Übrigens gibt es im Tierreich in jeder Gruppe ebenfalls hochsensible Tiere. Sie sorgen als "Warner vor Gefahr" für den Fortbestand der Art. Von Natur aus sind HSP die "Antennen" der Gemeinschaft und verfügen deshalb über geschärfte Sinne und eine tiefere Wahrnehmung – nicht mehr und nicht weniger. Und sie leiden nur dann, wenn es der Gemeinschaft nicht gut geht.

 

Sie spüren zuerst, dass permanente Reizüberflutung und ein hektischer Alltag nicht guttun und reagieren mit vielfältigen Symptomen bzw. Krankheiten. Vor allem auch hochsensible Kinder zeigen in diesem Zusammenhang Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu psychischen Störungen. Die Reaktionen auf die Überreizung sind vielfältig und werden häufig nicht in Zusammenhang mit Hochsensibilität gebracht, denn die Wissenschaft steckt noch in den Kinderschuhen. Seinem Gefühl zu trauen und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen egal, was die 80% "normal wahrnehmenden" Mitmenschen reflektieren, ist deshalb von großer Wichtigkeit. Aus den vermeintlichen Defiziten werden dann nämlich wertvolle Ressourcen.

 

Da ich selbst hochsensibel bin, weiß ich aus persönlicher Erfahrung, wie wichtig und ermutigend die Auseinandersetzung mit der eigenen besonderen Sensibilität und den daraus resultierenden Erkenntnissen sein kann. Deshalb liegt es mir in meiner Arbeit sehr am Herzen, in meinen Vorträgen und Seminaren dem besonderen Persönlichkeitsmerkmal "Hochsensibilität" eine andere Akzeptanz zu geben sowie in einer individuellen Sensitiven Begleitung gemeinsam mit hochsensiblen Menschen, ihre Ressourcen und Stärken herauszuarbeiten, um sie in die Lage zu versetzen, sich als Mensch neu zu begreifen und ihr Leben selbstbewusst in die Hand zu nehmen.